Die Zeit im Museum. Ein Versuch sie festzuhalten, wird verworfen, aufgehoben und bewahrt in einem gläsernen Kubus. Wir haben einen Einblick, müssen sie genauer betrachten, ihr unsere Zeit widmen, erkennen ein Muster, haben aber keinen Zugriff auf sie. Sie bleibt scheinbar unberührt und vergeht. Unabhängig und unbeeindruckt, am Ende irgendwann in der Ewigkeit bleibt etwas davon übrig, oder auch nicht.
Installation im Heimatmuseum Deutsch-Griffen








DER STOFF
AUS DEM WIR GEMACHT
GEHT NICHT AUS
DIE GESCHICHTE
GEHT WEITER
ALS GEDACHT
MIT DER ZEIT
VERWORFEN
LEGT SICH
NICHT FEST
WAS BISHER
GESCHAH
BLEIBT EWIG
MANCHMAL VERGESSEN
Duplikatenzen | Kunst zwischen Blickrichtung und Bedeutung.
Diese Textform vereint Schriftbild und Sprachkunst: Im Gegensatz zu Palindromen, die horizontal funktionieren, entfalten Duplikatenzen ihre Wirkung vertikal – sie sind von oben nach unten und von unten nach oben lesbar.
Jedes Zeichen ist bewusst gestaltet, doppelt codiert und grafisch so konzipiert, dass es seine Bedeutung in beide Richtungen trägt. Das Ergebnis ist nicht nur ein ästhetisches Spiel mit Symmetrie und Lesbarkeit, sondern auch ein sprachlich-poetisches Statement.


Duplikatenzen sind Spiegel der Sprache und eine Einladung zum Umdenken.
